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Hongkonger Jugendliche lernen über die tibetische Kultur in Qinghai: Stärken des Kulturbewusstseins

31-05-2015 09:16
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Das Bild zeigt, wie die Hongkonger Jugendlichen sowie ihre Lehrer vor einem Heiligtum des Buddhismus, dem Kloster Kumbum, ein gemeinsames Foto machen. Fotograf: Zhang Tianfu

Der Reporter hat am 20. vom Kulturamt der Provinz Qinghai erfahren, dass ab dem 16. dieses Monats nahezu 20 Hongkonger Jugendliche sowie ihre Lehrer nach Qinghai gegangen seien, um die tibetische Kultur zu studieren. Der Organisator meint, dass die Jugendlichen dadurch ihr Kulturbewusstsein stärken sollten.

„Mehrere Kulturen sind in Qinghai miteinander verschmolzen. Die großflächigen, kulturellen Denkmäler sind erhalten geblieben. Sie wirken hier natürlich und schlicht.“ Die Schülerin Le Yinge aus Hongkong, die sich im Kloster Kumbum, einem buddhistischen Heiligtum, befand, sagte dem Journalisten von www.chinanews.com: „Nun weiß ich, dass der Wert von Thangka nicht nur darin besteht, dass teure Mineralien als Farben genutzt werden, sondern auch darin, dass Thangka einen reicheren, religiösen Inhalt hat. Das Malen von Thangka ist das Praktizieren der Religion und die Antriebskraft stammt von der Religion.“

Le Yinge ist eine Schülerin der neunten Klasse der Wong Kam Fai Secondary and Primary School der Hong Kong Baptist University Affiliated School. Vom 16. bis zum 19. hat sie mit nahezu 20 Lehrern sowie Schülern ihrer Schule in Tongren der Provinz Qinghai, Heimat der Regong-Kunst, und dem Kloster Kumbum, dem Heiligtum der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus, am Plan zum Studieren der Kultur der nationalen Minderheiten in Qinghai durch Hongkonger Jugendliche teilgenommen.

„Die Schauspieler der tibetischen Oper genießen ihre Darbietungen sehr. Sie sind leidenschaftlich und konzentriert. Das Studieren des Buddhismus bedarf eines starken Willens. Zum Malen von Thangka muss man manchmal einen ganzen Tag lang sitzen. An jedem Strich sehe ich ihre Bemühungen.“ Für das tagelange Studieren der tibetischen Kultur empfindet Wen Zixuan, Schüler der zehnten Klasse der Schule, ein tiefes Verständnis. Er sagte, dass der Erfolg vielleicht nicht vom Tempo des Lernens, sondern hauptsächlich von der Dauer und den Bemühungen abhänge.

Zwar glaubt er selbst an das Christentum, doch wird Wen andere Religionen sowie die Kulturen anderer Volksgruppen nach wie vor aus einer anderen Perspektive betrachten. Gleichzeitig kann er seinen eigenen Horizont kontinuierlich erweitern, wenn er die Atmosphäre einer fremdartigen Kultur spürt.

„Dass sich die Jugendlichen mit dem eigenen Staat und der nationalen Kultur identifizieren, ist sehr wichtig. Ansonsten könnte man keinen eigenen Platz in der multikulturellen Welt haben“. Yu Zhaoke, Vizevorsitzender des Vereins zum Kultur- und Kunstaustausch (Hongkong) China, meint, dass der vom Verein ausgerichtete Plan zum Studieren der Kultur der nationalen Minderheiten durch Hongkonger Jugendliche bereits 8-mal durchgeführt worden sei. Nacheinander hätten sie die Siedlungsgebiete der nationalen Minderheiten wie der Sui, der Mongolen, der Tujia, der She usw. besucht.

Aus Sicht von Yu Zhaoke wird deswegen häufig gesagt, dass die chinesische Kultur so besonders ist, weil das Wertvolle in der Tradition vorteilhaft ist für das Wachsen der Jugendlichen. „Wir begrüßen das Kulturselbstbewusstsein und ermutigen Jugendliche dazu, die Kulturen in der großen Familie Chinas kennenzulernen und zu studieren.

Chen Weijia, Rektor der Wong Kam Fai Secondary and Primary School der Hong Kong Baptist University Affiliated School, sagte, dass sie die Jugendlichen dazu ermunterten, an die vorderste Front der nationalen Kultur zu gehen. Dort könnten sie hören, sehen, fragen und anfassen. Überdies könnten sie das Leben anderer Volksgruppen kennenlernen. Fernern könnten sie lernen, sich die Meinungen anderer anzuhören, Respekt zu haben und tolerant zu sein.

„Wir hoffen, dass die Jugendlichen die Beziehungen zwischen den Volksgruppen verstehen und über die Weiterführung der nationalen Kultur nachdenken. Sie sollen sich überlegen, welche Perspektive das Volk hat und wie die nationale Kultur erhalten bleibt“, sagte Chen Jiawei.

Der Plan zum Studieren der Kulturen der nationalen Minderheiten und dem Kennenlernen der tibetischen Kultur in Shanghai wurde mit der Unterstützung vom Büro zu Hongkong, Macao und Taiwan des chinesischen Kultusministeriums und der Bildungsbehörde der Sonderverwaltungszone Hongkong vom chinesischen Verein zum Kultur- und Kunstaustausch des Volkes durchgeführt.