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Der junge Gebetsfahnen

28-02-2015 12:04
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Kelsang hängt für Passanten Gebetsfahnen auf.[Foto/Tibet.cn]

„Ich heiße Ouluo und werde auch Kelsang genannt. Ouluo ist mein Kosename gegenüber meinen Kindern. Und ich habe es gern, wenn andere mich Ouluo nennen.“ Dies war die Vorstellungeines jungen Mannes namens Kelsang, der am Pass des Gebirges Mila in Nyingchi in Tibet Gebetsfahnen verkauft.

Kelsang stammt aus dem Kreis Nyêmo der Stadt Lhasa. Er ist erst Anfang 20, hathier aber schon sechs Jahre lang Gebetsfahnen verkauft. Der Gebetsfahnen-Verkauf ist der Beruf, dem Kelsang nachgeht, wie auch die Quelle für die Finanzierung seines Lebensunterhalts. Aber für einen tibetischen jungen Mann ist der Gebetsfahnen-Verkaufdefinitiv mehr als lediglich ein Beruf. Kelsang glaubt, dass das Aufhängen einer jeden Gebetsfahne Reisenden Glückwünsche bekunde. Daher betreibt er sein Geschäft immer aufrichtig. Er verkauft nicht nur Gebetsfahnen, sondern hält auch immer einen tibetischen Kalender in der Hand und erklärt jedem, der eine Gebetsfahne aufhängt, die Glück bringenden Tage und Geburtstage im Kalender.

Reisende, die auf Gebetsfahnen Namen und Glückwünsche schreiben[Foto/Tibet.cn]

Kelsang sagte, dass er es gern sehe, dass die Gebetsfahnenkäufer ein Lächeln auf den Gesichtern hätten, denn sie beteten mit den Fahnen um Glück für ihre Familien.

Am Pass des Gebirges Mila gibt es neun Gebetsfahnen-Verkäufer. Während sie Gebetsfahnen verkaufen und aufhängen, sind sie noch für die hiesige Sauberkeit zuständig. Mit der ständigen Erhöhung der Anzahl von Touristen und Pilgern beträgt hier das tägliche Einkommen vom Gebetsfahnen-Verkauf im Frühling und Sommer jedes Jahres nicht weniger als 300 Yuan (etwa 41 Euro). Im Herbst hingegen können die Verkäufer jeden Tag nur rund 100 Yuan (etwa 13,6 Euro) verdienen. Die meisten der Händler können Sutras drucken und Gebetsfahnen anfertigen. Daher sind die Kosten jeder Gebetsfahne nicht allzu hoch.

Touristen fragen Kelsang meistens, wie die Gebetsfahnen aufzuhängen sind. Da holt er den Stift, den er vorher für die Touristen vorbereitet hat, heraus und sagt den Touristeninflüssigem Chinesisch, dass sie an den Stellen, wo es keine Sutra-Schriften und Buddha-Bilder gebe, die Namen von ihnen selbst oder ihren Familien aufschreiben sollten. Nach dem Aufhängen der Gebetsfahne wird jedes Mal, wenn die Gebetsfahne im Wind weht, für sie um Glück gebetet.

Gebetsfahnen auf dem Gebirge Mila[Foto/Tibet.cn]

Der Pass des Gebirges Mila liegt 5013 Meter über dem Meeresspiegel und befindet sich im Kreis Gongbujiangda des Bezirks Nyingchi in Tibet. Hier liegt das ganze Jahr lang Schnee und der Sauerstoffgehalt ist niedrig.

(Editor:Soong)