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Wettbewerb für tibetisches Bogenschießen in Qinghai

11-03-2015 16:49
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Der 64-jährige Xue Lhama Tsering stammt aus einem tibetischen Dorf in der Provinz Qinghai. Als er noch jung war, begann er, gemeinsam mit seiner Vätergeneration, Pfeile zu schießen. Deswegen empfindet er eine spezielle Liebe zu Pfeil und Bogen.

„Jeder Tibeter hat den Traum, Bogenschießen auszuüben“, sagt Xue Lhama Tsering.

Der Bogenschießwettbewerb im Dorf kann auf eine Geschichte von mehr als 200 Jahren zurückblicken. Bei jedem Wettbewerb treffen die tibetischen Dorfeinwohner in festlicher Kleidung zusammen.

Der diesjährige Wettbewerb findet auf dem Dorfplatz statt. Immer wenn ein Pfeil die Mitte der Schießscheibe trifft, jubeln die Tibeter laut. Obwohl derzeit auf dem tibetischen Hochland noch ein Hauch von Frühlingskälte in der Luft liegt, herrscht eine begeisterte Stimmung beim Bogenschießwettbewerb.

Als eine volkstümliche Sportdisziplin enthält das Bogenschießen umfangreiche kulturelle Inhalte. Um die Schießkultur auf dem Hochland beizubehalten, haben viele Dörfer und Gemeinden Übungsstätten für das Bogenschießen gebaut. Damit ist diese Sportart zu einem „Hochlandskarneval“ geworden, an dem alle Einwohner teilnehmen. Außerdem findet jedes Jahr in diesem Dorf ein internationaler Volkswettkampf für das Bogenschießen statt. Die Teilnehmer sind Liebhaber des Bogenschießens aus Malaysia, Südkorea und der Tschechischen Republik.

„Die seit Generationen auf dem tibetischen Hochland lebenden Tibeter lieben diese Sportdisziplin aus tiefstem Herzen. Von der alten ethnischen Kultur bis zu einer modernen Disziplin enthält das Bogenschießen viele Erinnerungen an unsere Kindheit“, sagt Xue Lhama Tsering. Nun hat er seinem 14-jährigen Enkel Xue Droje Tsering seine technischen Fertigkeiten des Bogenschießens beigebracht und hofft, dass sein Enkel von Kindheit an den Scharm der alten Sportdisziplin erkennt.

(Editor:Soong)