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Koreanische und tibetische "Brüder"

23-03-2015 17:24
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Cui Shiqian kommt aus Nordostchina, gehört zu der koreanischen Nationalität, ist knapp über 40 Jahre alt und als Geschäftsmann tätig. Er hat bereits mehr als das halbe China durchreist.

Sobald Cui nach Tibet kam, wurde er von den gutmütigen und schlichten Tibetern angezogen. Deswegen eröffnete er mit einem Großteil seiner Ersparnisse im Wohnviertel Banak Shol in der Altstadt von Lhasa einen Souvenirladen. Dort hat er den aus Xigazê kommenden Migmar Denzin kennen gelernt.

Migmar Denzin erklärt, er habe Cui Shiqian im Jahr 2003 auf einer Hochzeit kennen gelernt, bei der sie am selben Tisch gesessen hätten. Während des Willkommenstrunks hatte sich Cui betrunken.

Vom Trinken könne man ersehen, dass Cui offenherzig und schlicht sei, so Migmar Denzin. Es handelte sich um das erste Treffen von ihnen.

Im Jahr 2007 wurde die Qinghai-Tibet-Eisenbahn in Betrieb genommen. Viele Menschen haben darin eine Chance der schnellen Entwicklung von Tibet-Reisen gesehen. Cui zählte auch dazu. Cui hatte scharfe Augen fürs Geschäft, und Migmar Denzin wusste über die lokale Situation genau Bescheid. Die beiden verstanden sich miteinander auf Anhieb. Nach einigen Vorbereitungen eröffneten sie ein Reisebüro. Die „besten Partner“ haben von 2007 bis 2013 sehr gut zusammengearbeitet. Innerhalb der sechs Jahre ist ihre Freundschaft Tag für Tag tiefer geworden. „Wenn man vom Aussehen absieht, sind wir wie echte Brüder“, sagte Migmar Denzin. „Ich bin der ältere Bruder und er ist der jüngere.“

Sechs Jahre sind vergangen. Ihr Tourismus-Geschäft hat mehr als zehn Menschen in der Heimat von Migmar Denzin aus der Armut geholfen. In diesem Jahr wollte Migmar Denzin eigentlich mehr darin investieren. Aber der weitsichtige Cui schlug ihm vor, andere Geschäfte zu betreiben. Cui meinte, dass die Tourismusindustrie Tibets vor einer Umstrukturierung stehe. Die kleinen Firmen wie beispielsweise ihr Reisebüro würden auf jeden Fall vom Markt ausgesondert.

Im Herbst dieses Jahres sind Cui und seine Frau zurück in ihre Heimat Jilin gekehrt. Jedoch bleiben Cui und Migmar Denzin jeden Tag in Kontakt.

Als der Journalist Migmar Denzin fragte, was für ein Geschäft sie nun betreiben, zwinkerte er dem Journalisten zu und lächelte: „Geheimnis.“

(Editor:Soong)