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Bazhuo und ihr Friseursalon

06-05-2015 23:10
ChinaTibetOnline vergrößern +

In der kleinen Gasse Tengyeling in der Nähe der Barkhorstraße der Stadt Lhasa gibt es einen Friseursalon namens Bazhuo. Auf den ersten Blick sieht er nicht besonders aus, aber wenn man ihn betritt, dann sieht man, dass der Laden voller Menschen ist und das Geschäft sehr gut läuft. Hier hat man das Gefühl, dass dieser Friseursalon etwas speziell wirkt. Im Laden gibt es nur einige Friseurstühle und zwei Liegen zum Haarewaschen. Die Dekoration im einzigartigen, tibetischen Stil zieht viel Aufmerksamkeit an. Daneben steht noch die kleine Stereoanlage, in der ununterbrochen die neuesten Lieder aus Lhasa laufen. Dies sorgt dafür, dass die Kunden ihre Schritte verlangsamen und die Musik voller Freude genießen.

Die 30-jährige Ladeninhaberin Bazhuo bedient immer mit süßem Lächeln jeden Kunden und wirkt dadurch so freundlich wie sympathisch.

Bazhuo kommt aus dem Dorf Nailong der Gemeinde Nailong im Kreis Nyalam des Regierungsbezirks Xigazê. Durch ihre Anstrengungen und ihren Fleiß in den letzten neun Jahren ist sie von einer Jobberin in einem Friseursalon zur Chefin eines Friseursalons geworden. Im Jahr 2006 musste Bazhuo wegen ihrer ärmeren familiären Verhältnisse nach dem Mittelschulabschluss auf den Besuch einer Oberschule verzichten. Danach ist sie nach Lhasa jobben gegangen. Bei der Ankunft in Lhasa hatte sie nur 150 Yuan (21,12 Euro) in der Tasche. Mit der Hilfe gutherziger Menschen hatte sie einen Job in einem Friseursalon in Lhasa gefunden. Dort hat sie festgestellt, dass man als Friseur leicht Geld verdienen konnte. Die junge Bazhuo hatte Träume und Pläne hinsichtlich der Schönheitspflege. Sie hat beschlossen, wie ihr eigener Chef auch einen Friseursalon zu eröffnen.

Um ihren Traum zu verwirklichen, hat sie in den drei Jahren von 2007 bis 2010 in 15 unterschiedlichen Friseursalons gejobbt. Unbeirrbar hat sie von anderen Friseurtechniken gelernt und sich über die Marktverhältnisse informiert. Als die Gelegenheit reif war, hat Bazhuo mit ihren Ersparnissen und dem Geld, das sie sich von Freunden und Verwandten ausgeliehen hatte, schlussendlich den Traum verwirklicht, von einer Jobberin zu einer Friseursaloninhaberin zu werden.

Ihr Status hat sich geändert, aber ihre Sorgfalt und Leidenschaft für diesen Job haben sich nicht geändert. Auch wenn sich eine lange Schlange im Laden bildet, ist sie jedes Mal sehr sorgfältig beim Waschen, Schneiden und Trocknen. Mit viel Herze bedient sie jeden Kunden; manchmal geht sie den Kunden entgegen, die nicht so gut laufen können. Dann hilft Bazhuo persönlich dem Kunden dabei, in den Laden zu kommen. Nach dem Haareschneiden begleitet sie den Kunden wieder vor die Tür; manchmal kommen ärmere Einwohner der Wohnblöcke in der Nähe in ihren Laden. Bazhuo weiß, dass sie finanzielle Schwierigkeiten haben, weshalb sie ihnen alle Kosten erlässt.

(Editor:Soong)