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Kleidungsmarke eines tibetischen Unternehmers

05-04-2016 08:33
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Junge Menschen sollen auch noch Träume haben.

Der Geschäftsführer Jamyom Basum ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man in einer misslichen Lage noch Erfolge erzielen kann. „Wenn ich nicht wegen des Studiums aus der Steppe herausgegangen wäre, würde ich vielleicht das ganze Leben Yaks hüten.“ Jamyom Basum wurde auf der großen Steppe in Yushu in der Provinz Qinghai geboren. Früher war er nur Yak-Hirte.Nun ist er noch keine 30 Jahre alt, aber schon Besitzer von 34 Bekleidungsläden in Qinghai, Gansu, Sichuan und Tibet.

Das Logo der Marke Rewa ist eine zurückblickende Tibet-Antilope.

2009 hat Jamyom Basum sein Studium in der Fachrichtung Übersetzen mit den Sprachen Tibetisch-Englisch an der Qinghai Normal University abgeschlossen. Danach war er als Englisch-Lehrer an der Wohlfahrtsschule Jigme Gyaincain, die in den tibetischen Regionen die stärkste Einflusskraft hat, tätig. Er fand interessant, dass die jungen Tibeter die tibetische Kleidung mit breitem Vorderteil und großen Ärmeln, aber Sportschuhe der Marken Adidas und Nike anhaben. Diesen „gemischten“ Stil fand der modische Jamyom Basum gar nicht modisch. Deswegen begann er, die tibetische Kleidung zu verbessern, während er weiterhin Englisch-Unterricht gab. Angefangen mit dem Logo wollte er immer die tibetischen Faktoren und die Mode vermischen. Er entwarf mehrere Logos, wie zum Beispiel Schneeberg, Yak und Gebetsfahne, mit denen er nicht zufrieden war. Zu jener Zeit begeisterte ihn das Bild einer zurückblickenden Tibet-Antilope im Internet.

„Ihre schwachen Augen sind voller Hoffnungen“, sagte Jamyom Basum. Deswegen nennt er seine eigene Kleidungsmarke „Rewa“, was in der tibetischen Sprache „Hoffnung“ bedeutet. Natürlich ist die Tibet-Antilope ein Faktor im Logo geworden. Nach dreijährigen Vorbereitungen und Designs ging Jamyom Basums tibetische Kleidung auf den Markt. Am Anfang schlug er bei Pferderennen auf der Steppe ein Zelt auf oder stellte einen Stand auf, um seine Kleidung zu verkaufen. Aber nur wenige Stücke konnten an einem Tag verkauft werden. Später bat er tibetische Stars bei Aktivitäten, seine Kleidung zu tragen und Fotos zu machen. Die tibetischen Stars haben im tibetischen Kreis große Einflusskraft. Um die heimische Marke zu unterstützen, betraten viele von ihnen die Bühne mit der Kleidung von Jamyom Basums Marke. Dieser Star-Effekt ließ die Marke Rewa auf einmal beliebt werden. Dadurch hat Jamyom Basum sein erstes Geld verdient.

Kinder an der Wohlfahrtsberufsschule Jigme Gyaincain haben Unterricht.

Seitdem wird die Marke Rewa marktwirtschaftlich betrieben. Mit dem Geschäft ist der ehemals junge Mann auf dem Marktstand zu einem kräftigen Geschäftsführer geworden. Man nennt ihn einen kräftigen Geschäftsführer, weil er eine „Eisenregel“ für die Einstellung seiner Firma festgelegt hat: Die „arbeitslosen Viehhirten“ sind die Zielgruppe der Personalinvestition seiner Firma. Zurzeit bietet das Unternehmen des kräftigen Geschäftsführers 87 jungen Menschen, die wegen des Öko-Umweltschutzes in die Städte umgesiedelt sind, Arbeitsplätze an.

Die Schüler an der Wohlfahrtsberufsschule Jigme Gyaincain bezahlen weder Schulgeld noch Extrakosten und Gebühren für die Unterkunft. Die Waisenkinder, Kinder mit körperlichen Behinderungen und armen Kinder bekommen auch einige Hilfsgelder. Insgesamt hat Jamyom Basum der Wohlfahrtsschule Materialien im Wert von fast 250.000 Yuan gespendet. Vor kurzem hielt er einen Wohltätigkeitskulturabend ab. Viele tibetische Stars waren eingeladen, um Geld für die Schule zu sammeln. Er selbst hat der Schule 300.000 Yuan gespendet. Darüber hinaus finanziert er noch zehn sehr arme Schüler. Er hofft, dass diese Kinder so wie er hinaus in die Welt gehen können.

Lama Jigme Gyaincain und Jamyom Basum

Nur mit Entwicklung kann die Kultur geschützt werden. Jamyom Basum denkt immer daran, eine eigene modische Marke, die zu den Tibetern gehört, zu machen. Nach dem Erfolg als kräftiger Geschäftsführer erinnert sich Jamyom Basum immer an die Worte, die ihm früher der Lama Jigme Gyaincain mitgeteilt hat. „Die tibetische Tradition ist die Erkennung der Identität, die man nicht verwerfen darf. Ohne die Verbindung mit der modernen Kultur kann sie auch nicht überliefert und verbreitet werden.“

Tibetische Kleidung von Marke Rewa

(Editor:Soong)