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Naiduila-Passage in Tibet wird die ersten indischen Pilger empfangen

12-06-2015 13:19
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Der Reporter hat am 5. Juni vom Zollamt Xigaze erfahren, dass China die Pilgerroute vom Gro-Mo-Naiduila in Xigaze letztes Jahr den indischen Pilgern freigegeben habe. Am Ende des Monats wird die Route die ersten Pilger mit einer Anzahl von rund 600.000 empfangen.

Naiduila bedeutet im Tibetischen „Ort, wo der Wind und der Schnee am stärksten sind“. Der dortige Pass liegt etwa 4500 Meter über dem Meeresspiegel. Sie war ein wichtiger Handelsweg auf dem Land zwischen China und Indien. Aus historischen Gründen wurde sie für über 40 Jahre lang geschlossen, 2006 wurde der Handelsbetrieb weitergeführt.

Der heilige Berg Kangrinboqe in Ngari und der heilige See Mapham Yutso in Tibet sind Heiligtümer in den Herzen der Buddhisten. Jedes Jahr ziehen sie eine große Menge Gläubige wie Pilger einschließlich der aus Indien an. In den letzten Jahren kamen die indischen Pilger über den Pass Qiangla im Kreis Burang des Bezirks Ngari nach Tibet. Um die religiösen Beziehungen zwischen China und Indien weiter zu fördern und es den indischen Pilgern leichter zu machen, hat China letztes Jahr beschlossen, die Pilgerroute des Naiduila-Passes ebenfalls freizugeben.

Laut Sun Kai vom Zollamt in Xigaze ist die Infrastruktur des Naiduila-Passes auf der chinesischen und indischen Seite gut aufgebaut und die Verkehrsanbindungen sind in Ordnung. Außerdem ist die Entfernung zwischen dem Pass und der Kreisstadt relativ gering. Bis jetzt hat der Naiduila-Durchgang schon ausreichend Vorbereitungen getroffen, um die ersten indischen Pilger zu empfangen.

Er sagte, dass die chinesische Seite im Naiduila-Durchgang extra einen grünen Gang zur Ein- und Ausreise für die indischen Pilger eingerichtet, um es ihnen leichter zu machen. Hier können die Pilger leicht relevante Formalitäten erledigen, schnell ein- und ausreisen und Beratungen zum Grenzhandel erhalten.

Das Xigaze-Zollamt, das dem Lhasa-Zollamt untergeordnet ist, plant, dieses Jahr fünf Gruppen indischer Pilger, die über Naiduila einreisen, zu empfangen. Die erste Gruppe hat etwa 60 Personen und wird am Monatsende am Naiduila-Durchgang ankommen.

„Die diesmal neu freigegebene Pilgerroute des Naiduila-Passes erleichtert es den indischen Pilgern, zum heiligen Berg und dem heiligen See in Tibet zu gehen. Bis zu einem bestimmten Grad kann gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises Yadong und gar der Stadt Xigaze angekurbelt werden. Daneben können der religiöse und kulturelle Austausch zwischen China und Indien gefördert werden“, meinte Lhakpa Tsering, Direktor des Zollamtes Xigaze.