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Geothermik in Tibet: Die heißen Quellen von Yangbajing

15-06-2015 13:14
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Yangbajing liegt an der Kreuzung der Qinghai-Tibet-Straße und der China-Nepal-Straße. Es ist der einzige Ort in Tibet, an dem versucht wird, die Erdwärme als Energiequelle nutzbar zu machen. Hier gibt es inzwischen schon Heizkraftwerke, Gewächshäuser und Bäder, die die heißen Quellen nutzen.

Die Qiangtang-Steppe liegt sehr hoch, die Böden sind hier acht bis neun Monate pro Jahr vollständig gefroren. Doch eine Fläche von etwa 40 Quadratkilometern inmitten der frostigen Steppe ist von saftigen, grünen Wiesen und goldgelber Hochlandgerste bedeckt – und dem Wasserdampf heißer Quellen, der hier vielerorts emporsteigt.

Als Folge der stetig voranschreitenden Nutzbarmachung der geothermischen Energie und deren akkumulierter ökonomischer Effekte hat sich das Erscheinungsbild Yangbajiangs unglaublich schnell verändert. Wo früher nur eine karge Steppe war, befinden sich heute lebhafte Geschäftsstraßen. Auf beiden Seiten der breiten Straßen haben Geschäfte, Restaurants und Vergnügungsstätten eröffnet, es gibt moderne Wohnheime für Angestellte und Arbeiter sowie Schulen und traditionelle Wohnhäuser. In Yangbajing ist somit bereits eine kleine Kommune mit rund 3000 Einwohnern entstanden, der erste Vorläufer einer modernen Stadt.