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Zweiter Katalog über Märtyrer und Helden im antijapanischen Krieg erschienen

26-08-2015 02:31
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Das chinesische Ministerium für zivile Angelegenheiten hat den zweiten Katalog über 600 bekannte Märtyrer und Heldengruppen während des Kriegs herausgegeben. So soll das 70. Jubiläum des Siegs Chinas im antijapanischen Krieg bzw. im Zweiten Weltkrieg gefeiert werden.

Am Montag teilte Vizeminister Dou Yupei vor der Presse in Beijing mit, die Märtyrer und Helden stammten aus allen Bereichen der nationalen Einheitsfront zum Widerstand gegen die japanische Aggression. Dazu gehörten die Achte Route-Armee, die Neue Vierte Armee, die Vereinigten Antijapanischen Truppen in Nordostchina, die Südchinesische Guerilla und andere antijapanische Kräfte des Volkes, die unter der Leitung der KP Chinas standen. Auch patriotische KMT-Militärvertreter, demokratische patriotische Persönlichkeiten und internationale Freunde bei der Unterstützung Chinas seien erfasst.

Bei der großen Militärparade am 3. September 2015 werden antijapanische Veteranen mit einem durchschnittlichen Alter von 90 Jahren gemeinsam mit Nachkommen der antijapanischen Märtyrer der KMT und der KP Chinas sowie Vertretern der Unterstützer in der Kampffront während des Krieges in zwei Formationen teilnehmen. Vor 70 Jahren gehörten sie jeweils zum Frontschlachtfeld unter der Leitung der KMT und zum Schlachtfeld im Hinterland des Feinds unter der Leitung der KP Chinas. Die Veteranen der ehemaligen KMT während des Kriegs wurden, wie ihre Mitstreiter aus der KP, in die Sozialwohlfahrt aufgenommen. Seit diesem Jahr werden mehr als 50.000 Veteranen aus dem antijapanischen Krieg von Vertretern zuständiger Behörden offiziell besucht. Darunter sind auch um die 6000 KMT-Veteranen, die sich seit Kriegsende in ihrer Heimat als Bauern niedergelassen haben. Dou Yupei betonte:

„Bei unserem Besuch haben wir ihnen Zuschüsse für Lebensunterhalt gewährt, Gedenkmedaillen überreicht und sie zur Teilnahme an den Gedenkfeiern in Beijing eingeladen. Zu den eingeladenen Gästen gehören auch KMT-Veteranen".

Das Ministerium ist zurzeit damit beschäftigt, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Materialien der Geschädigten und Augenzeugen über die Verbrechen Japans während der Aggression zu sammeln. Ma Feixiong vom genannten Ministerium erklärte, bisher seien bereits mehr als 3500 Opfer und Zeugen gefunden worden. Dazu gehörten Opfer des „Bakterienkriegs", Überlebende schwerer Massaker, Überlebende der Bombardements japanischer Truppen, sogenannte „Trostfrauen" sowie Veteranen bzw. Familienangehörige der Märtyrer:

„Seit dem Sieg der chinesischen Bevölkerung im antijapanischen Krieg sind 70 Jahre vergangen. Opfer und Augenzeugen sind mittlerweile mindestens 80 Jahre alt, manche sogar mehr als 100. Unsere Sammlung ihrer Materialien ist, das kann man so sagen, ein Rettungsprojekt".

In den vergangenen Jahren haben außerdem mehrere antijapanische Relikte und Denkmäler, darunter das Denkmal der chinesischen Expeditionsarmee, neue Beachtung gefunden und wurden unter Denkmalschutz gestellt.