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Tsinghua reichste Universität Chinas

26-08-2015 06:02
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Die Tsinghua-Universität ist die reichste Bildungsanstalt in China. Zu diesem Schluss kommt das Shanghaier Forschungsinstitut 21st Century Education. Mit den Top-Unis in den USA kann die Beijinger Eliteanstalt finanziell jedoch noch nicht ganz mithalten.

Auf den Plätzen zwei bis vier der reichsten chinesischen Hochschulen folgen die Universität Zhejiang in Hangzhou, die Peking-Universität sowie die Shanghaier Jiaotong-Universität.

Obwohl die chinesischen Universitäten den Abstand zur Weltspitze in Bezug auf die Investitionen verringern konnten, hinken sie im internationalen Vergleich in punkto Finanzierung noch hinterher. Die Tsinghua-Universität erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Ertrag von 12,36 Milliarden Yuan (1,93 Milliarden US-Dollar), die Universität Zhejiang 10,9 Milliarden Yuan (1,7 Milliarden US-Dollar) und die Peking-Universität 8,6 Milliarden Yuan (1,34 Milliarden US-Dollar). Zum Vergleich: Die amerikanische Eliteuniversität Harvard wies für das Geschäftsjahr 2013 einen Ertrag von 4,2 Milliarden US-Dollar aus. Die im Bundesstaat Connecticut beheimatete Yale-Universität verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr mit Gesamteinnahmen und Anlagerenditen in Höhe von fast 6,3 Milliarden US-Dollar sogar ein noch besseres Resultat.

Im Unterschied zu vielen ausländischen Top-Universitäten weisen die führenden Hochschulen in China einen weit geringeren Spendenanteil auf. Während die Harvard-Universität im Geschäftsjahr 2014 auf Schenkungen in Höhe von 36,4 Milliarden US-Dollar zurückgreifen konnte, musste sich die Wuhan-Universität als sechstreichste Hochschule Chinas mit Spenden von gerade mal 6,35 Millionen US-Dollar begnügen.

„Die wichtigsten Einnahmequellen für die meisten chinesischen Universitäten sind staatliche Zuwendungen und eigene Projekte, bei einigen europäischen und amerikanischen Universitäten sind es die Spenden Ehemaliger“, sagt Xiong Bingqi, der Vizepräsident von 21st Century Education. Laut Xiong sind die meisten Universitäten des Projekts 985 – ein Förderprogramm, das die Regierung zur Schaffung von Weltklasse-Universitäten ins Leben rief – auf staatliche Zuschüsse angewiesen.

Gemäß der Untersuchung des Shanghaier Forschungsinstituts generieren wissenschaftlich-technische Institute in China generell höhere Erträge als sozialwissenschaftliche Institute. Allerdings sind auch ihre Ausgaben höher, da sie in teures Forschungsmaterial investieren müssen.

Die Shanghaier Fudan-Universität, die Wuhan-Universität, die Jilin-Universität, die Wuhaner Universität für Wissenschaft und Technik Zentralchina, die Guangdonger Sun-Yat-sen-Universität und die Sichuan-Universität in Chengdu komplettieren die Liste der zehn reichsten Hochschulen der Volksrepublik.